
Die Firma J.M. Voith baute mit der PM1 eine leistungsfähige Maschine, die auf 2200 Millimeter Arbeitsbreite und 10'000 Kilogramm/24 Stunden ausgelegt war. Auf ihr liess sich eine ganze
Produktpalette von Karton bis Krepppapier herstellen, was eine enorme Angebotsflexibilität ermöglichte. Nur von einem einzigen Elektromotor angetrieben, wurde die ganze Maschine über ein ausgeklügeltes System von Ledertransmissionsriemen in Bewegung versetzt. Die PM1 produzierte bis 1991.
An der 223 Tonnen schweren und 37 Meter langen Maschine lassen sich in seltener Übersichtlichkeit die Verfahrensschritte der Papierherstellung ablesen. In der Schweiz ist sie die älteste erhaltene und heute wohl die grösste Papiermaschine mit Einzelantrieb.
Die feuchte Papierbahn wird mit zwei Lege- und einer Wendepresse auf einen
Trockengehalt von etwa 50% gebracht. Anschliessend wird das Papier mit
Dampf-beheizten Zylindern fertig getrocknet. Der Dampf wurde im Kesselhaus
ursprünglich mit Kohle und ab 1946 mit Öl erzeugt. 1950 konstruierte Kurt Brunnschweiler (Senior) auf Anfrage Viktor Laagers eine Haube über der Trockenpartie, um in einem Wärmetauscher die heisse Abluft für die Wärmerückgewinnung zu nutzen. Dieses Prinzip erprobte er zuvor bei Lüftungen von Schweineställen. Heute werden die in familieneigenen Betrieben in Görz (Italien) und Bilbao (Spanien) gefertigten Hauben auf Papiermaschinen
auf der ganzen Welt eingesetzt.
Die nebenstehenden Bilder zeigen die Papiermaschine kurz nach ihrer Fertigstellung im
Februar 1929.

Schematische Gesamtübersicht über die PM1 (300 KB!)
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